Blaulatzara

Ara glaucogularis
Englisch: Blue-throated Macaw

Der Blaulatzara ist durch seinen auffälligen blau-gelben Farbmix und den markanten Kehlfleck unverkennbar. Seine Erscheinung ist lebendig, sein Wesen zutraulich und neugierig – doch in der Natur ist er selten geworden.

Mit rund 85 cm Länge und einem Gewicht von etwa 750 g zählt er zu den mittelgroßen Aras. Das Gefieder ist überwiegend blassblau. Auffällig sind die weißlichen Wangen mit blauen Federlinien, die in den kräftigen Kehlfleck übergehen. Brust und Bauch sind leuchtend orangegelb, die Schwanzunterseite olivgelb.

Der natürliche Lebensraum des Blaulatzaras liegt in den tropischen Savannengebieten Ost-Boliviens – insbesondere in Regionen mit Palmeninseln und lockerem Baumbestand. Wahrscheinlich existieren auch kleinere Populationen im Norden Argentiniens (Provinz Salta). Vermutlich nutzt er auch offene Regenwälder und Galeriewälder entlang von Flussläufen.

In freier Wildbahn ist der Blaulatzara meist in Paaren oder kleinen Gruppen zu beobachten. Er zeigt eine enge Bindung zu Artgenossen und kann bei Vertrauensaufbau auch enge Beziehungen zu Menschen eingehen. Sein Verhalten ist aktiv, verspielt und oft neugierig.

Die bevorzugte Nahrung sind die süßen, klebrigen Fruchtfleischanteile der reifen Acromia aculeata und Attalea phalerata-Palmen. Zusätzlich werden Früchte, Samen, Beeren, Blüten, Gemüsebestandteile sowie gelegentlich Insekten und deren Larven aufgenommen. Auch das flüssige Innere der Palmenfrüchte wird gezielt konsumiert.

In menschlicher Obhut braucht der Blaulatzara abwechslungsreiche Beschäftigung, kletterfreundliche Strukturen, Frischkost und tägliche soziale Interaktion. Eine Kombination aus Innen- und Außenvoliere ist ideal. Sein Temperament erfordert einfühlsamen Umgang und viel geistige Anregung.

Der Blaulatzara ist hoch bedroht und nur noch örtlich in seinem ursprünglichen Lebensraum zu finden. Schätzungen zufolge ist er etwa zwanzigmal seltener als der Gelbbrustara. Lebensraumzerstörung und illegale Entnahmen haben zu drastischen Rückgängen geführt. Schutzprojekte bemühen sich um Nachzucht und Wiederansiedlung.